Insights

DiGA entwickeln: Von der Idee bis zur BfArM-Zulassung

20. August 2026 · Inter Medien Networks
DiGA entwickeln: Von der Idee bis zur BfArM-Zulassung

Digitale Gesundheitsanwendungen – kurz DiGA – sind „Apps auf Rezept": von Ärztinnen und Ärzten verordnbar, von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Für Unternehmen im Gesundheitsbereich sind sie eine der spannendsten Produktkategorien überhaupt – und eine der anspruchsvollsten. Wir haben mit der Entwicklung der DiGA Avamate eigene Erfahrungen auf diesem Weg gesammelt. Hier ist er im Überblick.

Was eine App zur DiGA macht

Eine DiGA ist ein Medizinprodukt niedriger Risikoklasse (I oder IIa), dessen Hauptfunktion auf digitalen Technologien beruht und das Patientinnen und Patienten bei Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten unterstützt. Der entscheidende Unterschied zur Wellness-App: Eine DiGA durchläuft ein geregeltes Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und wird nach Aufnahme ins DiGA-Verzeichnis erstattungsfähig.

Der Weg ins DiGA-Verzeichnis

1. Medizinprodukt werden

Vor dem DiGA-Antrag steht die CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt nach der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR). Das bedeutet: Qualitätsmanagementsystem, Risikomanagement, klinische Bewertung, technische Dokumentation. Diese regulatorische Basis ist kein Anhängsel der Entwicklung – sie prägt sie von Tag eins.

2. Anforderungen an Sicherheit und Qualität nachweisen

Das BfArM prüft unter anderem Datenschutz und Informationssicherheit, Interoperabilität, Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit. Die Anforderungen sind konkret und werden regelmäßig verschärft – unter anderem sind Nachweise nach etablierten Sicherheitsstandards vorgesehen. Wer hier von Beginn an sauber arbeitet, spart sich schmerzhafte Nachbesserungen.

3. Positive Versorgungseffekte zeigen

Herzstück des Fast-Track-Verfahrens: Die DiGA muss einen positiven Versorgungseffekt nachweisen – etwa einen medizinischen Nutzen oder Verbesserungen im Versorgungsablauf. Möglich ist der direkte Weg mit vorliegender Studie oder die vorläufige Aufnahme zur Erprobung, in der die Evidenz innerhalb eines Erprobungszeitraums erbracht wird.

Was das für die Entwicklung bedeutet

Eine DiGA zu entwickeln heißt, drei Disziplinen zusammenzubringen, die selten am selben Tisch sitzen:

Ehrliche Hinweise aus der Praxis

Fazit

Der Weg zur DiGA ist anspruchsvoll, aber klar geregelt – und er belohnt Teams, die Produktqualität und Regulatorik von Beginn an zusammendenken. Mit Avamate sind wir diesen Weg selbst gegangen und unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen – von der ersten Konzeptidee bis zur zulassungsreifen App. Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben.

← Alle Beiträge

Fragen zu Ihrem digitalen Vorhaben?

Wir beraten ehrlich und auf Augenhöhe – vom ersten Gespräch bis zum laufenden Betrieb.

Projekt starten