Ein Website-Relaunch ist mehr als ein neues Design. Er entscheidet darüber, ob Ihre Website in den nächsten Jahren Anfragen bringt – oder nur schöner aussieht. Und er ist einer der wenigen Momente, in denen man viel gewinnen, aber auch viel verlieren kann: Sichtbarkeit, Rankings, Vertrauen. Diese Checkliste fasst zusammen, worauf es aus unserer Projektpraxis wirklich ankommt.
Phase 1: Ziele klären, bevor irgendjemand gestaltet
Die häufigste Ursache für enttäuschende Relaunches ist nicht schlechtes Design, sondern ein fehlendes Ziel. Klären Sie vorab:
- Was soll die Website leisten? Anfragen generieren, erklären, rekrutieren, verkaufen – jede Antwort führt zu anderen Entscheidungen.
- Wer ist die wichtigste Zielgruppe? Eine B2B-Website für Einkäufer funktioniert anders als eine für Endkunden.
- Was funktioniert heute schon? Bestehende Rankings, gut besuchte Seiten und funktionierende Formulare sind Kapital – kein Ballast.
Phase 2: Inhalte und Struktur
Bevor über Farben gesprochen wird, gehört die Informationsarchitektur auf den Tisch. Welche Seiten braucht es wirklich? Welche Inhalte sind veraltet? Unsere Faustregel: lieber 15 starke Seiten als 60 halbgepflegte. Jede Seite braucht eine klare Aufgabe und eine klare Handlung, zu der sie führt.
Content-Audit nicht vergessen
Prüfen Sie vor dem Relaunch, welche Seiten über Google Besucher bringen. Diese URLs dürfen im neuen Konzept nicht einfach verschwinden – dazu gleich mehr beim Thema Weiterleitungen.
Phase 3: Design und Nutzerführung
Gutes Design ist kein Selbstzweck. Es lenkt Aufmerksamkeit, schafft Vertrauen und führt zum nächsten Schritt. Achten Sie auf:
- Eine klare Botschaft im ersten sichtbaren Bereich – in fünf Sekunden muss klar sein, was Sie anbieten.
- Konsistente Call-to-Actions statt zehn konkurrierender Buttons.
- Mobile Darstellung als Standard, nicht als Nachgedanke – der Großteil der Besucher kommt über das Smartphone.
Wie wir dabei vorgehen, zeigen wir auf unserer Seite zum Webdesign und im Bereich UX/UI Design.
Phase 4: SEO – der kritischste Teil jedes Relaunches
Hier entscheidet sich, ob Sie nach dem Go-Live weiter gefunden werden. Die wichtigsten Punkte:
- 301-Weiterleitungen: Jede alte URL, die es nicht mehr gibt, braucht eine Weiterleitung auf die passende neue Seite. Ohne Redirect-Konzept verlieren Sie Rankings, die über Jahre aufgebaut wurden.
- Meta-Titel und Beschreibungen: Für jede Seite individuell, mit dem relevanten Suchbegriff.
- Strukturierte Daten: Schema.org-Auszeichnungen helfen Google – und zunehmend auch KI-Suchsystemen – Ihre Inhalte einzuordnen.
- Ladezeit: Komprimierte Bilder, schlankes CSS/JavaScript und moderne Formate wie WebP gehören heute zum Standard.
Phase 5: Technik und Go-Live
- SSL-Zertifikat aktiv und HTTPS erzwungen
- XML-Sitemap erstellt und in der Google Search Console eingereicht
- 404-Seite gestaltet, Formulare live getestet
- Datenschutzerklärung und Cookie-Consent an die tatsächlich eingesetzten Dienste angepasst
- Monitoring nach dem Start: Search Console in den ersten Wochen wöchentlich prüfen
Fazit: Ein Relaunch ist ein Projekt, kein Facelift
Wer strukturiert vorgeht – Ziele, Inhalte, Design, SEO, Technik – bekommt eine Website, die nicht nur moderner aussieht, sondern messbar besser arbeitet. Wenn Sie gerade einen Relaunch planen und eine ehrliche Einschätzung wollen: Sprechen Sie uns an – wir sagen Ihnen auch, wenn ein kompletter Relaunch gar nicht nötig ist.
