Odoo im Einsatz

Odoo für den Großhandel: Marge liegt im Prozess.

Im Großhandel entscheiden Prozente und Prozesse: Wer Konditionen sauber führt, Verfügbarkeiten kennt und Bestellungen ohne Reibung abwickelt, gewinnt. Wir zeigen, wie eine B2B-Bestellung durch Odoo läuft – vom Anruf bis zur Rechnung.

Die Ausgangslage

Dünne Margen vertragen keine doppelte Arbeit.

Der Großhandel lebt zwischen zwei Preislisten – Einkauf und Verkauf – und verdient an dem, was dazwischen effizient läuft. Doch in vielen Betrieben frisst Verwaltung die Marge: Bestellungen kommen per Telefon, Fax und Mail und werden abgetippt; Kundenkonditionen leben in Köpfen; ob ein Artikel lieferbar ist, klärt ein Gang ins Lager. Jeder Handgriff kostet – bei tausenden Positionen im Monat summiert sich das dramatisch.

Odoo bündelt den Handelsprozess: Kundenspezifische Preise und Staffeln liegen am Kontakt, Bestände stimmen in Echtzeit, Bestellungen aus allen Kanälen laufen in denselben Auftragsfluss. Das Szenario unten zeigt den Standardfall – inklusive der Großhandels-Spezialität Streckengeschäft.

Das Szenario

Eine B2B-Bestellung, Schritt für Schritt.

1 Bestellung 2 Konditionen 3 Kommission 4 Versand 5 Rechnung
01

Die Bestellung kommt an

Per Kundenportal, E-Mail oder Telefon – der Auftrag landet im System. Stammkunden bestellen per Artikelnummer-Schnellerfassung oder aus früheren Aufträgen; das Portal zeigt ihnen ihre Preise und Verfügbarkeiten live.

02

Konditionen ziehen automatisch

Kundenpreisliste, Mengenstaffel, Rabattgruppe, Zahlungsziel: Odoo wendet die hinterlegten Konditionen an. Der Innendienst prüft statt zu rechnen – und Untergrenzen sind technisch abgesichert.

03

Das Lager kommissioniert

Der Lieferauftrag erscheint als Kommissionierliste auf dem Scanner, in laufwegoptimierter Reihenfolge. Teillieferungen und Rückstände verwaltet das System, statt sie zu vergessen.

04

Versand oder Strecke

Paletten gehen mit Versandpapieren und Sendungsdaten raus. Beim Streckengeschäft bestellt Odoo direkt beim Lieferanten mit Lieferadresse des Kunden – zwei Belege, ein Vorgang, kein Umweg übers eigene Lager.

05

Die Rechnung folgt dem Auftrag

Nach Lieferung entsteht die Rechnung automatisch – als E-Rechnung, mit korrekten Konditionen. Offene Posten und Mahnwesen laufen im selben System weiter.

Der App-Stack

Diese Odoo-Apps tragen das Szenario.

Der Großhandels-Fluss entsteht aus dem Zusammenspiel von Auftrags-, Lager- und Beschaffungslogik – jede App haben wir im Detail beschrieben:

Odoo
Auftrag Kunde Status
Im Alltag

So sieht der Innendienst das System

Alle Aufträge mit Konditionsstatus und Lieferstand in einer Liste – filterbar nach Kunde, Vertreter und Region. Rückstände fallen auf, bevor der Kunde anruft.

Aus der Einführungspraxis

Woran Großhandels-Einführungen scheitern – und wie nicht.

Konditions-Wildwuchs

Jahrzehnte gewachsene Sonderpreise sprengen jedes System. Vor der Einführung konsolidieren wir die Preislogik – meist die wertvollste Aufräumaktion seit Jahren.

Bestand ohne Disziplin

Echtzeit-Bestände funktionieren nur, wenn jede Entnahme gebucht wird. Scanner-Prozesse und klare Regeln von Tag eins verhindern den schleichenden Rückfall.

Kanäle nacheinander statt gleichzeitig

Portal, Vertreter, Telefon und Shop auf einmal umzustellen überfordert. Wir migrieren Kanal für Kanal – der Auftragsfluss dahinter ist ja derselbe.

Auch online im Handel?

Wenn zum Großhandel ein Shop gehört: unser Szenario für Onlinehändler mit Shop-WaWi-Anbindung.

Zum Onlinehandel-Szenario
Häufige Fragen

Odoo im Großhandel – häufige Fragen.

Wie bildet Odoo kundenindividuelle Preise ab?

Über Preislisten mit Regeln: Basispreis, Kundengruppen, Mengenstaffeln, Aktionszeiträume und artikelgenaue Sonderpreise. Die Hierarchie ist definierbar – und nachvollziehbar, warum ein Preis gilt.

Unterstützt Odoo Streckengeschäft (Dropshipping)?

Ja, als Standardprozess: Der Kundenauftrag erzeugt die Lieferantenbestellung mit Direktlieferung an den Kunden; Belege und Margen bleiben sauber getrennt. Misch-Aufträge – teils Lager, teils Strecke – funktionieren ebenfalls.

Können Vertreter unterwegs Aufträge erfassen?

Ja – mobil mit Kundenpreisen und Verfügbarkeiten in Echtzeit. Der Auftrag ist im Innendienst, bevor der Vertreter vom Hof fährt.

Was ist mit EDI-Anbindungen großer Kunden?

Elektronischer Belegaustausch lässt sich über Schnittstellen anbinden – von der Bestellung bis zur Rechnung. Den sinnvollen Umfang klären wir je Handelspartner.

Wie lange dauert eine Einführung im Großhandel?

Den Kernfluss – Auftrag, Lager, Rechnung – setzen wir typischerweise in wenigen Monaten produktiv, abhängig von Datenlage und Sonderprozessen. Wir nennen nach dem Erstgespräch einen ehrlichen Rahmen.

Effizienz ist die beste Marge.

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